Seit genau einer Woche gibt's diesen Blog jetzt. In der Zwischenzeit sind einige Beiträge entstanden und auch das aussehen hat sich mehrmals geändert.
Nachdem ich mich ein wenig im Umgang mit der Verwaltung und der Gadgets dieses Blogherstellers geschult habe, werde ich das Aussehen wohl erst mal so lassen. Wobei ich mir nicht sicher bin, wie lange es mir so gefällt. :)
Man darf also gespannt sein...
thurbo-sam - 12. Feb, 21:30
Mein Dienstag ist ein merkwürdiger Tag. Er liegt am Anfang der Woche, doch der allgemein gefürchtete "Manic Monday" ist bereits passé. Jedoch will trotzdem noch keine Richtige Stimmung aufkommen, denn das Wochenende ist noch weit entfernt und ich mag nicht daran denken, dass die Durststrecke bis dort noch so lange ist.
Vergehen will dieser Tag auch nicht wirklich schnell. Am Morgen aus dem warmen Bett gekrochen (geweckt von einem nimmermüden, piepsenden Wecker), zum Frühstück geschlurft und den gröbsten Hunger gestillt gehts auch schon bald aus dem Haus zur Bushaltestelle. Dort heisst es erst mal warten, da der Bus zu späht ist. Doch ein paar Minuten später biegt er auch schon um die Ecke. Immerhin fährt heute mein Lieblingschauffeur, der mir jeweils bereits eine Zeitung organisert hat. Die Zeit im Bus benütze ich für ein wenig Morgenklatsch. Im nächsten Dorf steigt auch (wie immer um diese Zeit) die Dame mit dem Hund in der Tasche (hat das arme ding am ende gar keine Beine?) in den Bus ein und beginnt von ihrem Supermann zu erzählen. Am Bahnhof heisst es erst mal an der kälte warten, da der Billettschalter mit dem Warmen Warteraum ausgerrechnet am Dienstag geschlossen hat.
Auf knappgepolstertem Sitz gehts per Zug weiter Richtung Stadt. Zuerst hat man noch ein wenig Beinfreiheit, doch mit jedem Halt wird diese kleiner. Nach 25 Minuten ist das Ziel dann aber doch erreicht und ab gehts wieder an die Kühle Morgenluft, durch die Unterführung ab in den doppelstöckigen Massentransporter, der nach 30 Minuten an meinem Ziel ankommt. Nun sind es noch gut 5 Minuten zu Fuss bis mir der abgestandene Teppichgeruch des Büros in die Nase sticht.
Um halb acht sind noch wenig Kollegen/Kolleginnen im Büro, doch je höher der Zeiger der Uhr klettert, desto mehr treffen ein. Ab acht Uhr beginnt dann auch das Telefon zu klingeln. Die ganz ungeduldigen haben aber bereits ein Mail geschrieben um ihr Anliegen loszuwerden. Um der Arbeit gerecht zu werden muss aber auch mal ein Kaffee sein. Vor der Kaffeemaschine bildet sich ein kleiner Stau. Was müssen auch alle auf dieselbe Idee kommen? Naja ich geniesse lieber den Augenblick, denn Minutenspäter sitze ich mit Headset vor der Mattscheibe und nehme mich den Problemen der Anrufenden an.
So vergeht der Morgen elend langsam und es will nicht Mittag werden. Als dann um 11.30 Uhr mein Magen zu rebellieren beginnt, mag ich nicht mehr warten und beruhige ihn mit einem Schluck Eistee und einer halben Packung Salzkräcker vom Vortag. Das reichte dann immerhin bis zum eigentlichen Mittagessen, dass heute aus Milchreis mit Bananenstücken und Zimtzucker sowie einer Suppe bestand.
Gestärkt und "extrem" erholt gehts am Nachmittag wieder an die Arbeit. Dasselbe Spiel wie am Morgen einfach zeitlich ein wenig verschoben bietet sich mir. So freue ich mich als es gegen halb sechs zu gieng und ich meine Sachen packen konnte um mich auf den Weg zum Bahnhof zu machen.
Dort angekommen holte ich mir erst mal die leider einzige Abendzeitung (bei der Morgenzeitung hat man wenigsten noch eine anständige Auswahl zwischen 3 verschienden Anbietern). Infolge fehlender Konkurrenz wird wohl der Qualität wenig Achtung geschenkt. Aber besser als nichts ist es allemal. Keine Minute später fährt auch schon der Zug ein, der heute ausgesprochen pünklich, um nicht zu sagen vorzeitig, verkehrt. Da ich nicht an der typischen Pendlerhaltestelle einsteige, ist das Angebot an freien Plätzen noch gross, so dass ich mich bequem in ein mit erst einer Person besetzten Abteil setzen kann.
Auf der Fahrt zurück bin ich dann aber noch fast eingeschlafen. Mehrmals nickte ich für wenige Sekunden ein und erwachte jedoch immer gleich wieder. Ich war froh, endlich umsteigen zu können. Wieder gings auf den "eine Spur" härteren Sitzen Richtung Heimat. Nach der anschliessenden Busfahrt und den 400m zu Fuss spührte ich auch schon die kalte Türklinke unter der Hand. Zu meiner Freude gab es heute sogar mein Lieblingsessen. So konnte der Tag dann doch noch gerettet werden.
thurbo-sam - 12. Feb, 19:49