Samstag, 3. Mai 2008

stromkabel ¦ fahrstrasse

schöner sound

Noch nicht allzu lange ist es her seit meiner letzten grösseren Reise. Diese führte mich sogar ans gleiche Ziel.

Irgendwie hat es mir Genf angetan. Deshalb fuhr ich gestern in aller herrgottsfrühe los in Richtung südwestlicher Landesgrenze. Bequem ging die Reise von Winterthur bis Lausanne im Oberdeck des IC2000. In Bern stieg meine Begleitung in den Zug ein. Bis dort vertrieb ich mir die Zeit mit Musik und Lektüre. Nachher gab es einiges zu quatschen. Über die verschiedenen aufgehobenen Linien und etwas Politik. Über das Wetter, das Rollmaterial und vieles anderes. Anders dieses Mal war, das wir nicht bösartig über andere Leute debatierten. Das hat seinen Reiz verloren. Viel mehr traten dieses Mal die Vorbilder in den Vordergrund.

In Lausanne wechselten wir in den IR nach Nyon, da wir von dort aus einen kleinen Abstecher nach Divonne (F) machten. Dort gab es einst mal eine Bahn die von Bellegerade in die Stadt an der Schweizer Grenze führte. Heute ist leider nicht mehr viel ausser dem Bahnhofgebäude (inkl. Billettschalter!) davon übrig geblieben.
Mit dem Regio ging es weiter nach Lancy Pont-Rouge womit auf meiner Karte auch das letze fehlende Stück Bahnlinie im Raum Genf abgefahren wäre. Es folgte eine Tramfahrt mit diversen Tramtypen.

Beim Gare Cornavin wechselten wir das Stromsystem abermals und bestiegen den Bem550 um uns nach Satigny chauffieren zu lassen. Die Züge machen einfach ein hammergeräusch. Es leben die 90er-Jahre des Eisenbahnbaus! Es gab dann dort noch ein schönes Bildchen (nahe der ehemaligen Station Bourdigny).

RER_Satigny

Der Grund warum man dort nicht mehr hält ist mir nun auch klar ;) So im Nichts wie die Station steht wird dort kaum jemand ein- oder aussteigen wollen.

Ein Abstecher nach La Plaine lag dann aber doch noch drinn bevor wieder zurück nach Nyon und von dort via NStCM nach La Cure (schon wieder an der Landesgrenze) ging. Die Bahn ist unbedingt einen Besuch wert. Nur schon wegen der schönen Aussicht. Da La Cure ein stinklangweiliges Kaff ist nahmen wir den nächsten Zug ins Tal runter.

Mit dem Holpperding namens ICN fuhr ich 3 Stunden bis ich völlig schlapp in Winterthur ankam. Wenigstens bekam ich in Zürich noch etwas Begleitung in Form einer lieben ehemaligen Klassenkammeradin aus der Oberstufenzeit.

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